Am Nachmittag stellte sich der Kandidat für den Posten des Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, den Fragen der Sozialdemokratischen Fraktion. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Stärkung der Investitionen insbesondere in den Privatsektor war eines der Schwerpunkte seiner Vorstellung. Dabei soll aber auch die Gleichstellungspolitik nicht zu kurz kommen. Sogar innerhalb der Europäischen Kommission soll der Frauenanteil weiter erhöht werden. Außerdem möchte Juncker das Prinzip gleicher Lohn, für gleiche Arbeit, am gleichen Ort überall in Europa durchsetzen. Bei den TTIP-Verhandlungen mit den USA will er auf strikte Einhaltung der Datenschutzstandards achten. Bei all diesen Punkten soll ein starkes Europäisches Parlament eine wichtige Rolle spielen. Inwieweit diese Absichten auch tatsächlich angegangen und umgesetzt werden, wird sich zeigen. Klar ist jedoch, dass es keine Stimmen von uns Sozialdemokraten geben darf, die eine soziale Spaltung Europas und eine weitergehende Liberalisierung zur Folge hätten. Jean-Claude Juncker soll in der kommenden Plenarsitzung des Europäischen Parlaments nächste Woche in Straßburg gewählt werden.







